Lot 1901: Eduard von Grützner
View description{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €16,000 {{user_lang.PASSED}}
(1846 Großkarlowitz - 1925 München)
Falstaff
Darstellung des älteren, wohlbeleibten, genießerischen, trink- und raufsüchtigen Soldaten aus den Stücken von William Shakespeare, der hier lachend und mit einem Weinbecher an einem Tisch sitzend geschildert wird. Feinmalerisches, motiv- und stiltypisches Werk Grützners, der die Figur Falstaffs subtil und sympathisch charakterisiert, auch die Stofflichkeit virtuos wiedergibt. Nach seinem Akademiestudium bei Hermann Anschütz und Carl von Piloty 1865-1870 hatte Grützner rasch großen Erfolg und wurde zu einem der bedeutendsten und bis heute populärsten Münchener Genremaler. Hauptsujets Grützners waren Falstaff-Darstellungen, Kardinäle bei der Lektüre und als Sammler sowie heitere Motive aus dem klösterlichen Leben - Mönche, die sich sinnenfroh und ausgiebig irdischen Genüssen wie Essen und Trinken hingeben. Schon 1868 stellte Grützner ein erstes Falstaff-Gemälde in München und Wien aus, danach schilderte er Falstaff zeitlebens in immer wieder neuen Variationen. Öl/Lwd., doubl.; L. u. sign. u. dat. 1904. 50 cm x 40 cm. Rahmen.
Aufgeführt bei László Balogh. "Eduard von Grützner. 1846 - 1925. Ein Münchner Genremaler der Gründerzeit. Monographie und kritisches Verzeichnis seiner Ölgemälde, Ölstudien und Ölskizzen.", Mainburg 1991, Nr. 588 ("Falstaff mit kleinem Becher").
Lit.: Boetticher, Bd. I/1, S. 446 ff.; Thieme-Becker, Bd. XV, S. 141.
Provenienz: Auktion Weinmüller, München, Sept. 1972, Lot 1447.
Oil on canvas, relined. Signed and dated 1904. Mentioned in the catalogue raisonné.
