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184. Internationale Kunstauktion- Teil I

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Lot 950

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Lot 950: Paar prächtige Potpourrivasen mit Pâte-sur-pâte-Malerei

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{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €28,000 {{user_lang.LOT_SOLD}}



Paar prächtige Potpourrivasen mit Pâte-sur-pâte-Malerei Hochgezogener Rundfuß über quadratischer Plinthe. Ovoider Korpus mit abgesetzter, eingezogener Schulter und hochgezogenen, gekanteten und profilierten Henkeln, beidseitig mit Rosettenrelief. Haubenartig aufgewölbter, durchbrochen gearbeiteter Deckel, mittig Knauf in Form eines Blattkranzes mit plastisch aufgelegter Schleife. Reliefplastischer Dekor aus Eichenblattkränzen sowie Blatt- und Blütenauflagen. Grauvioletter Fond. Auf der Schauseite ovales Medaillon mit allegorischen Darstellungen der Flora in Begleitung eines Puttos in äußerst fein aufgetragener, weißer Pâte-sur-pâte-Malerei auf seladonfarbenem Grund. Gerahmt von breiter Anthemionbordüre aus stilisierten Palmetten im Wechsel mit Rankenwerk in Reliefgold und leuchtend rosafarbenem Email. Teilw. radierte Goldstaffage. Form-Entw. Christian Gottfried Jüchtzer. Modell-Nr. H 20. Schwertermarke. H. 31,5 cm.
Die Porzellanmanufaktur Sčvres präsentierte die Dekortechnik Pâte-sur-pâte erstmals auf der Londoner Weltausstellung im Jahr 1851. Die raffinierte Kombination von weißer, schichtweise aufgetragener, teilweise durchscheinender Porzellanmasse auf farbigem, meist pastelltonigem Grund und erhabenem Reliefcharakter ahmt in gekonnter Weise qualitätsvolle Kameenarbeiten nach, die in kostbaren Schmuckstücken verwendet wurden. 1878 gelang es dem Chemiker Dr. J. Heintze in Meissen, die von Louis Robert in Sčvres 1849 erfundene Pâte-sur-pâte-Technik nachzubilden. Meissener Porzellanobjekte mit dieser Malereitechnik wurden erstmalig auf der Münchener Kunstgewerbe-Ausstellung 1888 und auf der Weltausstellung 1893 in Chicago gezeigt.
Vgl. Königl. Sächs. Manufactur zu Meissen, Bl. 37 bzw. 62, H. 20. Berling, Festschrift, Abb. 230; Jedding, Meißener Porzellan des 19. und 20. Jh., S. 90 f.; 190. Cleveland Museum of Art, Inv.-Nr. 1984.189; Illustrierte kunstgewerbliche Zeitschrift für Innendekoration, 1893, S. 164ba.
A pair of splendid grey-violett ground porcelain potpourri vases with allegorical depiction of Flora with cupid painted in pâte-sur-pâte. Crossed swords mark.
Meissen. Ende 19. Jh.


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