Lot 102: Prächtiges siebenbürgisches Heftel
View description{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €10,000 {{user_lang.LOT_SOLD}}
Silber, schauseitig vergoldet mit Steinbesatz. Buckelspange mit runder, gewölbter Trägerplatte, konzentrisch gegliedert durch zwei ringförmige und eine runde von hinten verschraubte Edelsteinfassungen sowie je eine Ornamentbordüre um Rand und Schulter. Die Edelsteinfassungen mit Blatt- und Schneckendekor durchbrochen gearbeitet und besetzt mit Türkisen, Granaten und Silberperlen. Zentral ein großer, rot hinterlegter Stein gerahmt von hohen Zacken. Rückseitig fibelartiger Verschluss. Gest. Meister Thomas Trepches II (wird Meister 1632). Ges.-Gew. ca. 310 g. H. 4,5 cm. D. 12 cm.
Das sogenannte "Heftel" oder auch "Brustheftel" ist Bestandteil der Tracht der Siebenbürger Sächsin und hat eine lange Tradition: Im Mittelalter diente es als Pektoral-Schließe des Mantel und erhält im Barock immer stärker den Charakter eines repräsentativen Schmuckstücks bzw. einer Brosche.
Vgl. Siebenbürgische Goldschmiedekunst, Horst Klusch, Bukarest 1988, S. 71, Abb 145.
Provenienz: Auflösung einer bedeutenden deutschen Privatsammlung - Teil II.
A Transylvania parcel-gilt brooch by Thomas Trepches II (master since 1632). Master´s mark.
Siebenbürgen. Kronstadt. Um 1650.











