Lot 805: Große seltene Meissen Anbietplatte aus dem Sulkowski-Service
View description{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €12,000 {{user_lang.LOT_SOLD}}
Vierpassig gschweifte, faconnierte Form mit flechtartigem Reliefdekor sog. "Sulkowski-Ozier" auf der Fahne. Im vertieften Spiegel das von zwei aufrecht stehenden Löwen gehaltene, bekrönte Allianzwappen des Reichsgrafen Alexander Joseph Sulkowski und seiner Ehefrau Marie Anna Franziska von Stain zu Jettingen, umgeben von eisenrotem und seegrünem Reisstrohbündel sowie Streublumen im Kakiemonstil. Polychrome Malerei mit Goldstaffage. Unw. rest.; Minim. ber.; Schwertermarke. 40 cm x 35 cm x 5 cm.
Alexander Joseph Sulkowski stammte aus einem alten, polnischen Adelsgeschlecht. Er heiratete 1728 Marie Anna von Stain zu Jettingen. Nach der Erhebung zum Reichsgrafen am sächsischen Hof unter August II. und seinem Nachfolger August III. begleitete er bis zum Jahr 1738 mehrere Ämter. So verantwortete Sulkowski auch den Erwerb der Porzellane für das Japanische Palais. Wohlmöglich ein entscheidender Faktor seiner Entlassung war das umfassende Service mit dem Sulkowski-Wappen, das er ohne die Zustimmung und zu Lasten des sächsischen Königshauses in Auftrag gab. Kaiser Franz I. erhob Sulkowski 1752 in den Reichsfürstenstand.
Vgl. Kat. Slg. Hoffmeister, Bd. II, S. 594, Nr. 16; Slg. Wark, Nr. 517 ff.; Rückert, Nr. 490; Weber, Meißener Porzellan mit Dekoren nach ostasiatischen Vorbildern.; Kat. Slg. Schneider, Schloß Lustheim,S. 334, Nr. 131.
A large rare porcelain plate with coat of arms of Count of the empire Sulkowski. Insignificantly restored. Minor rubbed. Crossed swords mark.
Meissen. Um 1735 - 1738.
