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193. Internationale Kunstauktion - Teil I

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Lot 711

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Lot 711: Große Meissen Figur eines Eichelhähers mit Vogelnest

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{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €12,000 {{user_lang.PASSED}}



Auf einem hohen, mit Blättern und Eicheln belegtem Stamm sitzender Eichelhäher, die Küken im Nest unter ihm bei der Fütterung beobachtend. Naturalistisch gestaltetes, reliefiertes und sorgfältig gezeichnetes Federkleid. Geöffneter Schnabel mit sichtbarer Zunge. Polychrome Malerei. Entw. Johann Joachim Kaendler, um 1735 - 1740. Unw. rest.; Minim. best.; Haarrisse. Schwertermarke. H. 38,5 cm.
Das Modell des 'fressenden' Eichelhähers entwarf Kaendler ab 1735 im Auftrag von August dem Starken für das Japanische Palais. In der kurfürstlichen Menagerie nahe des Schlosses Moritzburg konnte Johann Joachim Kaendler die Vogelwelt eingehend studieren. Die daraus resultierende Naturtreue in der Wiedergabe der Haltung und des Federkleides ist typisch für die Meissener Vogelplastik. Mit dem Japanischen Palais beabsichtigte August der Starke die Errichtung eines Porzellanschlosses, in dem Porzellanvögel und andere Tierplastiken zu Repräsentationszwecken ausgestellt werden. Auf ähnlich hohem Sockel mit aufgelegtem Rankenwerk, teilw. mit Nestern und jungen Vögeln gestaltet, modellierte Kaendler in den 1730er Jahren zahlreiche Vogelarten in Porzellan, u.a. die Elster (1733), den Grünspecht (1733/34), Eichelhäher (1735), Wiedehopf (1736) und Sperber (1740), die später zum Teil von Kaendlers Gehilfen Johann Gottlieb Ehder überarbeitet wurden.
Vgl. Röbbig, Ausst.-Kat. Kabinettstücke im Amira-Palais München, Nr. 28 u. 29.; Rückert, Kat. Bayer. Nationalmuseum, Abb. 1108f.; Albiker, Meißner Porzellantiere, Nr. 86 - 89.; Andres-Acevedo 2023, Bd., 2, Nr, 108 u. Nr. 189.
Provenienz: Auflösung einer bedeutenden deutschen Privatsammlung - Teil I.
A large 18th century porcelain figure of an Eurasian jay modelled by J. J. Kaendler. Insignificantly restored. Minor chipped. Hairline cracks. Crossed swords mark.
Meissen. Um 1740.


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