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189. Internationale Kunstauktion - Teil II

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Lot 1872

Lot 1872

Lot 1872

Lot 1872: Max Slevogt

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{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €30,000 {{user_lang.PASSED}}



(1868 Landshut - 1932 Neukastel)
Baumgruppe bei Neukastel
Die 1931 entstandene, mit schwungvoll lockerem, impulsivem Duktus und teilw. pastosem Farbauftrag gemalte Landschaft gehört zu den letzten Werken des bedeutendsten deutschen Impressionisten neben Lovis Corinth und Max Liebermann. Diese ist ganz auf die Gesamtstimmung angelegt und die Pinselstriche miteinander verwoben, wodurch sie im Detail einen hohen Abstraktionsgrad erhält. Im vielfältigen Oeuvre Slevogts nehmen Landschaften einen breiten Raum ein. Bereits in seiner Jugend besuchte Slevogt Landau in der Pfalz und auch die Familie Finkler in Neukastel bei Leinsweiler, wo er 1890 deren Tochter Antonie (Nini) Finkler (1864 - 1932) kennenlernte, die er 1898 heiratete. 1914 erwarb er schließlich das zuvor bereits seinen Schwiegereltern gehörende Hofgut Neukastel (heute Slevogthof Neukastel). Hierdurch fand er in der pfälzischen Landschaft zahlreiche Motive für seine impressionistische Freilichtmalerei. Von der Terrasse aus hatte der Maler einen weiten Blick in die Rheinebene und fing die Landschaft zu verschiedenen Jahreszeiten ein. Unter seinen engen Künstlerkollegen, die zu vergleichbar reifen Landschaftsschilderungen gelangten, gehörte Lovis Corinth (1858 - 1925) mit seinen expressiven Walchensee-Bildern seit 1919. Slevogt studierte 1884-1889 an der Münchener Akademie, es entstanden erste Landschaften in Neukastel. 1889/90 ging er an die Académie Julian in Paris, bevor er nach 1890 in München ansässig wurde. 1892 gehörte Slevogt zu den Gründern der Freien Vereinigung der XXIV aus der Münchener Secession. 1901 ließ er sich gemeinsam mit Lovis Corinth in Berlin nieder und wurde Mitglied der Berliner Secession. 1914 nahm ihn die Preußische Akademie der Künste in Berlin als Mitglied auf, 1917-1932 war er Vorsteher eines Meisterateliers für Malerei an der Akademie der Künste in Berlin. Öl/Hartfaser. R. u. sign.; Verso Sammlerstempel von Theodor Kiefer, Kaiserslautern. 38 cm x 54,5 cm. Rahmen.
Wir danken Frau Dr. Karoline Feulner vom Max Slevogt-Forschungszentrum am Landesmuseum Mainz für ihre freundliche Unterstützung bei der wissenschaftlichen Bearbeitung.
Lit./Ausstellungen: Hans-Jürgen Imiela: "Max Slevogt. Eine Monographie", Karlsruhe 1968, S. 261, Abb. 96, S. 439, Anm. 2; Ausstellung u. Kat. "Max Slevogt zum 100. Geburtstag", bearb. von Wilhelm Weber, Pfalzgalerie Kaiserslautern 1968 (anschließend in der Kunsthalle Basel und im Kunst- und Museumsverein in Wuppertal 1968), Nr. 176; Ausstellung u. Kat. "Pfälzische Landschaften: Max Slevogt 1868 - 1932", Max-Slevogt-Galerie auf Schloß 'Villa Ludwigshöhe' (Edenkoben), 1982, bearb. von Berthold Roland, S. 104-105; Berthold Roland: "Max Slevogt - Pfälzische Landschaften", mit Texten von W. von Alten, J. Guthmann u. a., hrsg. von der Max-Slevogt-Galerie, Schloss "Villa Ludwigshöhe", München 1991, S. 218-219.
Provenienz: Aus der Sammlung Sanitätsrat Dr. Theodor Kiefer (1889 -1985), Kaiserslautern.
Oil on masonite. Signed.


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