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187. Internationale Kunstauktion - Teil IV

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Lot 3377a

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Lot 3377a: Gerhard Marcks

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{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €25,000 {{user_lang.PASSED}}



(1889 Berlin - 1981 Burgbrohl/Eifel)
"Indianer mit Sohn", auch betitelt "Pablo und Pablito"
Bronze, braun patiniert, 1964. K?nstler-Signet ("Ph?nix"). Gie?erstempel "GUSS BATH RINTELN", nummeriert 3/8, Guss nach 1970. Wvz. Rudloff Nr. 820. Vollplastische Darstellung eines indigenen Mexikaners mit seinem Sohn auf einer blockhaften, rechteckigen Plinthe stehend; der Vater barf??ig in langer Hose mit hochgekrempelten Beinen und ge?ffnetem, einen Gro?teil des Oberk?pers freilassendem, kurz?rmeligem Hemd, den Kopf leicht nach rechts gewandt und in die Ferne blickend; der sich zu ihm hochstreckende Sohn als Aktfigur zu seiner linken Seite, dem der Vater als Ausdruck von F?rsorge und elterlicher, besch?tzender Zuneigung seine Hand auf den R?cken legt. Die Bronze entstand nach einer Reise in die USA und Mexiko, als Marcks 1963 mit zahlreichen Zeichnungen und Aquarellen zur?ckkam. Diese zeigen Portr?ts und Studien der dortigen, ihn faszinierenden Menschen, die er getroffen hatte, und bildeten die Basis f?r vier im Atelier entstandene Skulpturen. Darunter befanden sich auch zwei Figurengruppen von Eltern mit ihren Kindern, die Marcks unter den Titeln "Theresa und Theresita" (Wvz. Rudloff Nr. 819) bzw. "Pablo und Pablito" 1967 in einer Kunstausstellung in New York zeigte. Mit diesen spanischen Verkleinerungsformen wollte Marcks die famili?re Verbundenheit zwischen Eltern und Kindern zum Ausdruck bringen. Vermutlich wurde die Umbenennung der Skulpturen in "Indianer mit Kind" bzw. "Indianer mit Sohn" in einer Absprache mit seinem Galeristen vorgenommen, um die Motive f?r den damaligen Kunstmarkt attraktiver zu machen. Der Bildhauer, der in alten Sprachtraditionen aufgewachsen war, nutzte die Bezeichnung "Indianer" hierbei ausdr?cklich nicht mit der Absicht, die indigene Bev?lkerung Amerikas zu verunglimpfen. Marcks, der 1919-1924 am Bauhaus und danach bis 1933 an der Kunstschule Burg Giebichenstein in Halle/S. wirkte, geh?rt zu den bedeutendsten fig?rlich arbeitenden deutschen Bildhauern der Moderne. Diese gro?e Plastik ist stilistisch und in der Intention repr?sentativ f?r das Oeuvre von Marcks. Seine auf das Wesentliche in Form und Ausdruck komprimierten, menschlichen Einzelfiguren und Gruppen zeigen die Menschen in ihren nat?rlichen Bewegungen und Haltungen; nie wirken seine kraftvoll stilisierten Figuren heroisch oder pathetisch, sie spiegeln stattdessen in ?berzeitlicher Weise allgemeine menschliche Grundstimmungen, zuweilen auch eine gewisse Verhaltenheit wider. 1971 wurde das Gerhard-Marcks-Haus in Bremen er?ffnet, das auch seinen k?nstlerischen Nachlass verwaltet. H. 97,5 cm.
Bisher unbekannter, von Rudloff nicht aufgef?hrter 4. Guss der Bronze. Nr. 1/8 befand sich laut Rudloff im Kunsthandel, Nr. 2/8 gelangte in das Gerhard Marcks-Haus nach Bremen, ein weiterer Guss (ohne Nummerierung) schenkte Marcks 1965 der Deutschen Botschaft in Mexiko.
Brown patinated bronze, 1964. Signed. Barth foundry stamp, numbered 3/8. Cast after 1970.


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