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183. Internationale Kunstauktion- Teil III

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Lot 2174

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Lot 2174: Prachtvolle seltene Barbierschale mit Kauffahrteiszenen

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{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €36,000 {{user_lang.LOT_SOLD}}



Prachtvolle seltene Barbierschale mit Kauffahrteiszenen Ovale, tief gemuldete Form. Breit ansteigende, an einer Längsseite konkav eingezogene Fahne mit profiliertem Rand. Im Spiegel und auf der Fahne vierpassig geschweifte, goldgerahmte Reserven mit figurenreichen Kauffahrtei- bzw. Landschaftsszenen, umgeben von farbenprächtigem Indianischen Blumendekor im japanischen Kakiemonstil aus Chrysanthemen- und Päonienzweigen. Im Spiegel großflächig angelegte, von Fächermotiven und Gitterwerk gerahmte Goldreserve, reich umzogen von Laub- und Bandelwerk mit Vermicelli- und Mosaikmusterfond in Purpur und Eisenrot. Darin italienische Hafenansicht mit herannahenden Segelschiffen und Booten vor bergiger, bewaldeter Landschaftskulisse. An weiter, architekturbestandener Promenade, unweit eines imposanten Palazzo an einer Balustrade stehende Gruppe von vornehm gekleideten Herren bei der Konversation. Auf der Fahne drei Vierpassrahmungen, darin korrespondierende Hafenszenen mit Kaufleuten bei Verhandlungen bzw. ländliche Genreszene. Außenwandung mit großen, langgestreckten Indianischen Blütenzweigen. Äußerst feine polychrome Malerei "en miniature", wohl von Johann Georg Heintze sowie Kakiemonmalerei in Eisenrot, Purpur, Seegrün, mit wenig Gelb und Emailblau. Umlaufend reiche Goldspitzenbordüre. Boden mit Resten von Eisengallustinte. Unw. rest.; Schwertermarke. H. 7 cm. 34 cm x 26 cm.
Die von Johann Gregorius Hoeroldt in Meissen eingeführten, sog. Kauffahrteiszenen, also Hafenszenen mit Schiffen, Kaufleuten und Orientalen, gehörten zu den häufigsten Motiven während der Hoeroldt-Periode, wurden vorzugsweise mit breiten, ornamentierten Goldreserven gerahmt und bestimmten den Dekorationsstil auf Meissener Porzellan bis in die 1730er Jahre hinein, teilw. darüber hinaus. Einer der hochbegabtesten Maler von Kauffahrteiszenen und Landschaftsprospekten zu dieser Zeit war der von 1720 bis 1749 an der Meissener Manufaktur tätige Johann Georg Heintze (geb. 1707). Als Vorlage zur Hauptreserve mit italienischer Vedute diente ihm ein Kupferstich von Melchior Küsell "Prospekter von Italien, Friaul, Cärnthen". Heintze verstand es eindrucksvoll, die aus Kupferstichen entnommenen Stadt- bzw. Hafenansichten in detailreiche Malereien umzusetzen und mit Figurenstaffage harmonisch zu komponieren.
Vgl. Rückert, Kat. Meissener Porzellan, Bayer. Nationalmuseum, Abb. 603 (Form); Pietsch, Kat. Triumph der Blauen Schwerter, Nr. 107ff.; Pazaurek, Meißner Porzellanmalerei, S. 28ff.
A porcelain barber bowl with Kauffahrtei scenes. Insignificantly restored. Crossed swords mark.
Meissen. Um 1735.


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