Lot 975: Prachtvolle Kratervase mit Potsdamer Ansichten
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Prachtvolle Kratervase mit Potsdamer Ansichten sog. "Redensche Vase" oder "Medici-Vase". Quadratische Plinthe mit hochgezogenem Rundfuß. Halbkugelig gewölbter, konisch ansteigender Korpus mit weit ausschwingendem, überfallendem Rand. Seitlich gebogte Rundstabhenkel. Beidseitig der Wandung, goldgerahmte Rechteckreserven mit Darstellung des Russischen Hauses ("Nikolskoe") in baumbestandener Landschaft mit Figurenstaffage bzw. der Pfaueninsel mit Blick auf die Schlossspitzen nach dem 1820 entstandenen Gemälde von Eduard Lautier bzw. Radierung von Friedrich August Schmidt. Äußerst feine polychrome Malerei. Umlaufend reiche Vergoldung und gekonnt radierter Golddekor aus Rundbogen-, Palmetten-, Akanthus-, Lanzett- und Eichenblattbordüren sowie Laubwerk und stilisierten Blüten auf hellem Marmor-, mintgrünem und teilw. Vermicelli-Fond. Modell-Nr. 1005. Malerzeichen. Zepter- und Malereimarke. H. 42 cm.
König Friedrich Wilhelm III. von Preußen ließ das Blockhaus in typischer Bauweise russischer Landhäuser im Jahre 1819 anlässlich des Aufenthaltes seiner ältesten Tochter Charlotte und ihres Mannes, des späteren, 1826 gekrönten russischen Zaren Nikolaus I., gegenüber der Pfaueninsel errichten. Es erhielt, der Ortsbezeichnung an der Havel entsprechend, den Namen"Nikolskoe" (dem Nikolai gehörend) und drückte nach den erfolgreichen Siegen Preußens und Russlands gegen Napoleon die große Verehrung zu dem Allianzpartner aus.
Vgl. Ponert, Kat. Museum Berlin, Abb. 116.
A splendid topographical porcelain crater vase with views of "Russian house" ("Nikolskoe") and "Peacock Island" near Potsdam. Sceptre and painter's mark.
KPM-Berlin. Um 1825.
