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183. Internationale Kunstauktion- Teil I

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Lot 938

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Lot 938: Seltene Historismus-Prunkpendule mit feiner

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{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €65,000 {{user_lang.LOT_SOLD}}



Seltene Historismus-Prunkpendule mit feiner Limoges-Emailmalerei
Auf vier eingerollten Volutenfüßen hochrechteckiger, architektonisch gegliederter, oktogonaler Uhrenkorpus, begrenzt von vier kannelierten, abgeschrägten Eckpilastern mit Volutenkapitell. Korrespondierendes, überstehendes Profilgesims mit großer Bekrönung in Form einer amphorenförmigen Henkelvase über ansteigendem, sich konisch verjüngendem Ansatz. Kobaltblauer Fond. Auf dreiseitigen Wandungen reiche, florale Arabeskenornamentik aus feingliedrigem Laub- und Bandelwerk mit Blüten, Grotesken, Amoretten und allegorischen Figuren sowie Vögeln, Blumenbuketts und Muschelwerk. Leicht erhaben aufgetragene Aufglasurmalerei in weißem Email, sog. Limoges-Emailmalerei. Reiche Goldstaffage. Frontseitig rundes, verglastes Uhrengehäuse, umzogen von gefassten, geschliffenenen Schmucksteinen. Messinggerahmtes Porzellanzifferblatt mit goldenen römischen Zahlen auf Kobaltblau. Halbstundenschlag auf Glocke. Platine bez. "Japy Freres & Cie/Gde Med. D'Honneur". Entw. Ernst August Leuteritz. Modell-Nr. 135. Schwertermarke. H. 56 cm.
Angeregt durch Porzellane der englischen Manufaktur Royal Worcester initiierte der Modelleur Ernst August Leuteritz die Einführung der Emailmalerei in Meissen, die erstmals 1865 ausgeführt wurde. Eines der ersten Stücke dieser Art war eine 56 cm hohe Henkelvase mit szenischer Darstellung "Triumphzug Alexander des Großen" nach Berthel Thorvaldsen, welche für die Weltausstellung in Paris 1867 entworfen wurde. Das weiße, in mehreren dünnen Schichten aufgetragene, reliefartige Email hebt sich kontrastreich vom kobaltblauen Fond ab. Als Vorbild dienten die Limoges-Emailarbeiten aus der Zeit der Französischen Renaissance, bei der aufwendige Szenerien und arabesker Dekor in zumeist blau-weißer Farbgebung auf Kupfer aufgebracht und mit reicher Goldstaffage versehen wurden.
Vgl. Kat. Königl.-Sächs. Porzellan-Manufactur zu Meissen, B. 53, N 134 b (ähnlicher Dekor); Berling, Festschrift, Abb. 228, Jedding, S. 176, Siemen, Nr. 42, S. 368, 377.
A large rare Historism porcelain cobalt-blue ground mantel clock with arabesque decor in white Limoges style enamel painting. Crossed swords mark.
Meissen. 2. Hälfte 19. Jh.


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