Lot 1861: Rudolf Franz Hartogh
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Rudolf Franz Hartogh (1889 Hamburg - 1960 Fischerhude)
Selbstbildnis mit Zeichenstift
Um 1920-1925 entstandenes, ausdrucksvolles Porträt. Hartogh, der 1906-1910 bei Lovis Corinth in Berlin sowie später in Weimar und Kassel studiert hatte, ging 1919 zum Studium an das Bauhaus in Weimar. Dort belegte er alle obligatorischen Kurse, arbeitete 1923/24 in der Tischlerei und 1924/25 im Bereich Bauzeichnen und Architektur. Nach weiterem Studium an der Bauhochschule Weimar, Tätigkeiten für den Architekten Adolf Meyer und diverse Architekturbüros widmete er sich ab 1928/29 wieder ganz der Malerei und wurde 1931 in Fischerhude ansässig, wo er ein reiches Oeuvre an Landschaften schuf. Im "Dritten Reich" wurde Hartogh aufgrund seiner jüdischen Abstammung verfolgt, aus dem Künstlerbund Bremen ausgeschlossen und mit einem Berufsverbot belegt. 1944/45 überlebte er das KZ Farge und das KZ Theresienstadt. Öl/Lwd.; 70 cm x 38 cm. Rahmen.
Lit.: Schertler: "Rudolf Franz Hartogh", Diss. Heidelberg 2006, Wvz. Nr. G10, Taf. 3.
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.
Oil on canvas.
