Lot 729: Große Wackelpagode
View description{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €12,500 {{user_lang.PASSED}}
Große Wackelpagode Mit verschränkten Beinen sitzender, dickbäuchiger Chinese in weißem, mit asiatischen Blumen gemustertem Gewand mit lavendelfarbenem Innenfutter, goldornamentiertem Spitzenkragen sowie seegrünen Pantoffeln. Hände, Kopf und rote Zunge beweglich. Polychrome Malerei mit Goldstaffage. Entw. Johann Joachim Kaendler. Minim. Brandrisse. Schwertermarke. H. 31 cm.
Die Vorliebe der Meissener Manufaktur zu chinesischer Kunst zeigt sich vor allem in den außergewöhnlichen Porzellanfiguren der sitzenden Chinesen. Die sog. Wackelpagoden gehen auf Entwürfe aus dem Jahr 1762 zurück als Friedrich II. von Preußen "10 Bajoden mit wackelnden Köpfen" bestellte. Die fünf weiblichen und fünf männlichen Figuren wurden nach Ende des Siebenjährigen Krieges als Teil der Innenraumgestaltung des Chinesischen Hauses von Sanssouci aufgestellt.
Vgl. Kat. Königl. Sächs. Porzellan Manufactur, 1904, Bl. 27; Rückert, Bayer. Nationalmuseum, Nr. 1027; Pietsch, Triumpf, S. 144. Berling, Festschrift, Abb.1.
A large porcelain figure of pagoda nodder. Date sign. Minor firing cracks. Crossed swords mark.
Meissen. 2. Hälfte 19. Jh.
