Lot 531: Gerhard Marcks
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Gerhard Marcks (1889 Berlin - 1981 Burgbrohl/Eifel)
"Vertriebene Eva". Originaltitel
Bronze, dunkelbraunschwarz patiniert, 1951. Sign. (Künstlersignet "Phönix"); Nummeriert "V"; Gießerstempel "GUSS BARTH RINTELN". Guss nach 1970. Wvz. Rudloff 567. Der Bildhauer schildert Eva in dieser Aktstatuette im Moment der Erkenntnis des verlorenen Paradieses in ihrer ganzen Verzweiflung mit seitlich an den Kopf gelegten Händen. Marcks, der 1919-1933 am Bauhaus und an der Burg Giebichenstein gelehrt hatte, gehörte im "Dritten Reich" zu den verfemten Künstlern der Moderne. Nach 1945 wandte er sich in mehreren Werken dem Thema der Schuld zu. Bei dieser Plastik griff er auf Zeichnungen zurück, die 1930 zur "Thüringer Venus" führten, ergänzt um neuere Vorzeichnungen um 1950. Das zeigt, dass sich Marcks oft über einen längeren Zeitraum mit bestimmten Motiven befasste und ältere Ideen wieder aufgriff. H. 57,2 cm.
Ein weiteres Exemplar befindet sich sich u.a. im Gerhard Marcks-Haus in Bremen.
Ausstellungen mit weiteren Exemplaren (in Auswahl): "Kunst am Rhein", Wiesbaden 1953 (Neues Museum), Kat.-Nr. 138; "Gerhard Marcks", Hagen 1953 (Karl-Ernst-Osthaus-Museum), Kat.-Nr. 11; "Gerhard Marcks", Frankfurt 1954 (Kunstverein), Kat.- Nr. 42; "Gerhard Marcks", Karlsruhe 1955 (Badischer Kunstverein); "Gerhard Marcks", Köln 1957 (Kunstverein), Kat.-Nr. 7
Dark brown and black patinated bronze, 1951. Signed and numbered "V". Foundry stamp. Cast after 1970.





