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Silber
Der Glanz von Silber fasziniert bis heute Sammler, seien es Objekte der Spätgotik oder des Midcentury-Designs.
Schon seit dem Mittelalter und der der Renaissance entstanden einzigartige Meisterwerke der Silberschmiedekunst in den bedeutenden Meisterwerkstätten von Nürnberg und Augsburg; im Barock kamen eine Reihe weiterer Städte im deutschsprachigen Raum hinzu – nebst den alten Hansestädten Hamburg und Bremen unter anderem Danzig, Königsberg, das unter dem Großen Kurfürsten aufstrebende Berlin, Halle an der Saale, Breslau. Regelmäßig versteigern wir Einzelobjekte und Kollektionen aus den Hochburgen Nürnberg und Augsburg, aber auch kleinen Orten, in denen sich in der Geschichte nur wenige Gold- und Silberschmiede niederließen.
Ein kleines, aber nicht minder aufwendig und fein gearbeitetes museales Highlight der Renaissance war ein spanisches Prunk-Salzgefäß des 16. Jahrhunderts mit Statuetten-Schmuck aus Amoretten, Nymphen und Kriegern (Erlös 48.000 Euro).
Unter den Barock-Humpen des 17. Jahrhunderts ragte ein Danziger Objekt heraus, das um 1650 vom Hieronymus Edel gefertigt wurde und das hohe Niveau der dortigen Gold- und Silberschmiede widerspiegelt (Erlös 35.000 Euro).
Zu den Kunstkammerobjekten und vergnüglichen Schaustücken der Renaissance und des Barocks zählten figurale Tafelaufsätze als Zier fürstlicher Tafeln, die im doppelten Sinn als Trinkspiel dienten. Darunter ein museales Trinkspiel in Gestalt eines fahrbaren Segelschiffes des Augsburger Meisters Abraham Winterstein von 1625 (Erlös 63.000 Euro).
Aus bedeutender Provenienz versteigerten wir unter anderem zwölf seltene Teller von musealer Qualität aus dem ehemaligen Besitz von Georg III., König von Großbritannien, Irland und Hannover (Erlös 19.000 Euro) und eine Straßburger Empire-Terrine aus den miteinander verbundenen Fürstenhäusern Anhalt und Schaumburg-Lippe (Erlös 19.000 Euro). Ein Empire-Reiseservice mit Originalschatulle aus einer Feldequipage des Prinzen Wilhelm I. von Preußen, des späteren Königs und Kaisers, führte dieser während der Befreiungskriege gegen Napoleon mit sich (Erlös 54.000 Euro). Um 1830 entstand ein prachtvoller Satz von vier klassizistischen Tafelleuchtern für das preußische Königshaus (Erlös 55.000 Euro).
Das Design des Jugendstils, des Art Déco, der Moderne und Mid Century umfasst vielfältige Entwürfe namhafter Gestalter. Der Universalkünstler Heinrich Vogeler entwarf um 1902/03 ganz im Jugendstil das fünfteilige Kaffee- und Teeservice „Herbstzeitlose“ für die Bremer Firma Wilkens (Erlös 12.500 Euro). Eine der besten Silberschmiedewerkstätten der Moderne bzw. des Internationalen Stils um 1930 war Wilm in Berlin, aus der ein Paar Tischgirandolen stammte (Erlös 9.000 Euro). Neben Georg Jensen steht der Däne Karl Gustav Hansen, dessen Werke seit 1935 mehrfach auf den Weltausstellungen gezeigt wurden, für bestes skandinavisches Design des 20. Jahrhunderts. 1967 entwarf das designhistorisch exzeptionelle „Fish Dish“ (Erlös 53.000 Euro).
Außer solchen historisch bedeutenden und repräsentativen Objekten aller Epochen und von teils namhafter oder hochadeliger Provenienz umfasst unser Angebot auch feinstes Tafelsilber für den festlich gedeckten Tisch. Hierfür stehen berühmte Silbermanufakturen wie Georg Jensen, Hans Hansen, Tiffany & Co, Christofle, Bruckmann & Söhne oder Wilkens.


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Gerne können Sie uns auch Fotos und Unterlagen von den zur Disposition stehenden Objekten an info@schloss-ahlden.de oder per Post zukommen lassen.
