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196. Internationale Kunstauktion - Teil III

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Lot 2424

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Lot 2424: August Gaul

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{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €16,000 {{user_lang.LOT_SOLD}}



(1869 Großauheim/Hanau - 1921 Berlin)
"Circe". Originaltitel
Bronze, dunkelbraun patiniert, 1914. Sign.; Gießerstempel "H. NOACK BERLIN". Wvz. Gabler 194-1; Walther 1961 Nr. 171. Auf einem Kissen im Lotussitz meditierende Zauberin, die zwischen Knie und Zeigefinger einen Stab balanciert. Unter ihr ruht ein Schwein. Eine Anspielung auf die Odyssee, in der Circe, Gefährten von Odysseus in Schweine verwandelt. Inspiriert wurde Gaul zu der seltenen Gruppe vermutlich durch die mit seinem Galeristen Paul Cassirer befreundete Schauspielerin "Tilla Durieux", die 1912 die Titelrolle der "Circe" von Calderón de la Barca spielte. Noch im Entstehungsjahr 1914 stellte Gaul die "Circe" erstmals in der Berliner Secession aus. August Gauls Ausbildungsweg führte ihn 1888 nach Berlin wo er u.a. als Meisterschüler von Reinhold Begas bedeutende Aufgaben übertragen bekam. 1890 gewann er eine Dauerkarte für den Berliner Zoo, von da an skizzierte er dort Tiere in ihren Bewegungsabläufen, ihrer Physiognomie und charakteristischen Einzigartigkeit. Die Artenvielfalt bescherte ihm immer neue Darstellungsmotive und damit setzte Gaul neue Maßstäbe in der Tierdarstellung. Seine Kleinbronzen fanden reißenden Absatz und erzielten auf internationalen Ausstellungen höchste Auszeichnungen. Im Zuge der Tierwohlbestrebungen werden August Gauls Skulpturen in neuem Licht betrachtet, wie etwa in der aktuellen Frankfurter Ausst. "Tiere sind auch nur Menschen". Bronze-H. 34,2 cm; Ges.-H. 38,3 cm. B. 28,2 cm. /V/Auflage: Laut Gabler wurden zwischen 1914-1919 in der Galerie Cassirer nur 2 An- und Verkäufe belegt; 1921 beschloss das Nachlass-Kuratorium eine Auflage von 5 Nachlass-Güssen, die jedoch wohl nicht vollständig ausgeführt wurden und deren Vertrieb nicht durch Cassirer erfolgte. Das heute im Kolbe-Museum in Berlin befindliche Exemplar befand sich lange im Modell-Fundus der Gießerei Noack in Berlin, bis es 1985 von Gauls Enkelin dem Museum übergeben wurde. Das Kolbe-Museum gibt eine Höhe von 35,5 cm und eine Breite von 28 cm an.
Lit./Vgl.: Angelo Walther: "Der Bildhauer August Gaul (1869 bis 1921). Leben und Werk", Leipzig 1961; Ursel Berger: "Der Tierbildhauer August Gaul. Sammlung des Georg Kolbe Museums", Berlin 1999, S. 111; Josephine Gabler: "August Gaul. Werkverzeichnis der Skulpturen", Berlin 2007, Nr. 194-1, S. 185 (mit Abb. und weiterer Dokumentation).
Bronze with dark-brown patina, granite base, 1914. Signed. Foundry stamp "H. NOACK BERLIN".


Germany: 35 Euro {{user_lang.INCLUDING_VAT}}
EU: 47 Euro {{user_lang.INCLUDING_VAT}}
WORLDWIDE 95 Euro {{user_lang.INCLUDING_VAT}}

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