Lot 251: Große prachtvolle Prunk-Girandole von Meissen
View description{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €3,900 {{user_lang.PASSED}}
1-flg.-13-flg.; Von Voluten getragener, dreiseitig geschweifter Sockel mit reichen, von reliefplastischen Blüten gesäumten Festons. An den Stirnseiten sitzende musizierende Putten mit Laute, Violine und Querflöte als Allegorie der Musik. Übergehend in einen architektonisch gegliederten Balusterschaft mit Kartuschen und Blumengebinden darin. Über konsolförmig geschweiftem, kurzem Mittelstück ansetzender, sich verjüngender Kaulenschaft. Der rosettenfömige Gesimsabschluss mit 6 einsteckbaren Leuchterarmen. Oberhalb vasenförmige Tülle. 7-flg. Leuchteraufsatz mit geschweiften Armen, blättrigen Tropfenfängern und reichem Blütenbelag. Allseits reicher Dekor aus plastisch aufgelegten Blüten und Insekten. Zart pastelltonige Fonds in Türkis und Rosa. Polychrome Malerei mit Goldstaffage. Entw. wohl Ernst August Leuteritz. Modell-Nr. 3000. Partiell best./rest.; Schwertermarke. Ges.-H. 80 cm.
Im späten 19. Jh. waren die Meissener Rokoko-Motive äußerst populär. Alte Entwürfe wurden neu ausgeformt oder dem Wunsch nach Opulenz folglich verändert. Federführend verantwortlich war Modellmeister Ernst August Leuteritz, der die Entwürfe Kaendlers aus dem 18. Jh. aufleben ließ. Der plastische Dekor aus Putten und die Blütendekoration zeugen von dem Geschmack des ausgehenden 19. Jhs.
Vgl. Königl. Sächs. Porzellan-Manufactur zu Meissen, Bl. 48, Nr. 3000.
A large splendid porcelain candelabra with instrument playing cupids as allegory of music, modelled probably by E. A. Leuteritz. Partly chipped/restored. Crossed swords mark.
Meissen. Ende 19. Jh.
