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193. Internationale Kunstauktion - Teil I

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Lot 643

Lot 643

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Lot 643: Monumentale Meissen Schlangenhenkelvase mit prachtvoller

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{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €33,000 {{user_lang.PASSED}}



Braunsdorfer Blumenmalerei
mit 2-tlg. passigem, ornamentierten Podestsockel der Gründerzeit aus Eichenholz. Über hochgezogenem Rundfuß mit Nodus ovoider Korpus mit eingezogenem Hals, in weit ausschwingenden, überkragenden Mündungsrand übergehend. Umlaufende oramentale Reliefbordüren aus Eierstab, Zungenblatt sowie Wellen- und Flechtband. Von der gerundeten Schulter aus stark reliefplastischen Akanthusblättern, aufsteigende, spiralförmig eingerollte Schlangenhenkel. Fuß und Hals mit kobaltblauem Fond. Beidseitig der Wandung großflächig angelegtes, impressionistisch anmutendes Arrangement aus prachtvoll blühenden Rosen bzw. Pfingstrosen in weich lasierender, polychromer Malerei, wohl von Prof. Julius Eduard Braunsdorf oder Malerschüler. Reiche Goldstaffage. Entw. Ernst August Leuteritz. Modell-Nr. A 195. Unw. ber.; Minim. best.; Schwertermarke. Vasen-H. 76,5 cm. Ges.-H. ca. 93 cm.
Der seit 1862 als Blumenmaler tätige J.E. Braunsdorf (1841 - 1922) löste sich von der traditionellen Meissener Bukett-Malerei und entwickelte gegen Ende des 19. Jhs. einen für ihn typischen, präimpressionistischen, weichen Stil mit dem er nachfolgende Manufakturmaler sowie die Meissener Blumenmalerei nachhaltig prägte. Braunsdorfs Blumenmalerei wird durch den freien Umgang mit dem Pinsel, den lasierende Farbauftrag und den weichen, konturlosen Übergängen charakterisiert. Die Definition als Braunsdorfer Blumenmalerei verdeutlicht die individuelle Bedeutung des Künstlers innerhalb des auf Arbeitsteilung angelegten, aufwendigen Produktionsprozesses. Zwei mit Blumenarrangements gestaltete Vasen von J.E. Braunsdorf wurden 1862 auf der Londoner Weltausstellung präsentiert. Er wurde im Jahre 1900 zum Professor ernannt und 1906 pensioniert.
Vgl. Kat. Kunst oder Kommerz?, Meissener Porzellan im 19. Jh, S. 122.; Jedding, Meißener Porzellan 19. und 20. Jh., S. 92f, Nr. 102.; Berling, Festschrift, S. 109.; Sonntag, Sprache der Blumen, S. 88 ff.; Neuwirth, Porzellanmaler-Lexikon, Bd. I, S. 166.
A monumental snake-handled porcelain vase painted with splendid roses, probably by Prof. J.E. Braunsdorf or student. Oak wooden base. Insignificantly rubbed. Minor chipped. Crossed swords mark.
Meissen. Ende 19. Jh.


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