Lot 614: Feiner Meissen Zierteller mit Pâte-sur-pâte-Malerei
View description{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €5,500 {{user_lang.PASSED}}
Runde, leicht vertiefte Form mit glattem Goldrand. Im Spiegel die religiös konnotierte Darstellung einer sitzenden, sinnierenden Frau auf einer Steinbank in hauchzartem Gewand und Schleier, ein langes Kreuz und eine Bibel haltend. Wohl die Heilige Helena als Stellvertreterin des Christentums. Auf der Fahne ein Relief aus Kreuzblüten, eingefasst von überlagernden, ovalen Medaillons. Steingrauer Fond mit feiner weißer, flach reliefierter sog. Pâte-sur-pâte-Malerei. Schwertermarke. D. 23,5 cm.
Diese hochqualitative Maltechnik der Pâte-sur-pâte-Malerei wurde erstmals auf der Londoner Weltausstellung im Jahr 1851 von der Manufaktur Sèvres vorgestellt. Der Durchbruch dieser Maltechnik auf Meissener Porzellan erfolgte 1878 durch den Chemiker Dr. Heintze und erreichte ihren Höhepunkt auf der Weltausstellung 1893 in Chicago mit ca. 1000 dort vertretenden Ausstellungsstücken.
Vgl. Jedding, Nr. 91ff.; Berling, Festschrift, S. 92ff.
A porcelain plate finely painted in pâte-sur-pâte, probably depicted Saint Helena. Crossed swords mark.
Meissen. Ende 19. Jh.
