Lot 429: Potsdamer Barock-Pokal mit Monogramm Friedrich I. und großem
View description{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €900 {{user_lang.PASSED}}
Wappen des Kurfürstentums Brandenburgs und Königreichs Preußen
Farbloses Glas mit Schliff und Mattschnittdekor. Sauberer Abriss am Boden, Scheibenfuß mit versenktem und mattiertem Spitzblattfries in Hochschnitt, ebenso auf dem Schafthohlbaluster und am Ansatz der konischen Kuppa. Auf der Vorderseite ligiertes Monogramm "FR" mit preußischer Krone, rücks. das große, detailreiche Wappen. Der Lippenrand akzentuiert durch eine polierte Zungenschliffbordüre. Ger. Chip am Lippenrand, minim. crisseliert. H. 21,2 cm.
Anlässlich seiner Selbstkrönung zum ersten König in Preußen 1701 ließ Kurfürst Friedrich III. (Vater von König Friedrich Wilhelm I. und Großvater König Friedrich II.) repräsentative Gläser mit den Initialen "FR" für "Fridericus Rex" schneiden. Die zungengeschliffene Lippenrand-Facettierung findet sich auf brandenburgischen Pokalen von 1680 bis 1715. Neben dem Dekor weisen auch der breite Tellerfuß sowie die Art des Zungenschliffdekors eindeutig auf die Potsdamer Herkunft dieses sicherlich höfischen Pokals hin. Ein in Form und Dekor fast identisches Vergleichsstück befindet sich in der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Potsdam, Inv.-Nr. XIII 7.
A Potsdam cut and engraved glass goblet with the monogram of King Frederick I and the coat of arms of Brandenburg and Prussia. Minor chip to the upper rim and minor crizzling.
Potsdam. 1701-1713.
