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192. Internationale Kunstauktion - Teil II

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Lot 1640

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Lot 1640: Anton Graff

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{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €18,000 {{user_lang.PASSED}}



(1736 Winterthur - 1813 Dresden) attr.;
Bildnis von Prinz Friedrich Heinrich Ludwig von Preussen
Das repräsentative Brustbildnis zeigt Prinz Heinrich im Harnisch und mit weißer Halsbinde, darüber die Schärpe des Schwarzen Adlerordens, einen Hermelinmantel über die Schulter geworfen. "Im Jahr 1777 malte ich in Rheinsberg den Printen Heinrich" notierte Graff in seiner Selbstbiographie. In Graffs Atelier entstanden danach bis 1778 eine Reihe von Bildnissen des Prinzen, Brustbildnisse sowohl in hochrechteckigem Format als auch im Oval, aber auch große, ganzfigurige Porträts in Feldherrenpose. Die Komposition des vorliegenden Gemäldes ist in mehreren anderen Versionen Graffs bekannt (u.a. im Museum des Goethe-Hauses in Frankfurt/M. und in der Royal Collection in England) und wurde schon 1779 auch in einem Kupferstich von Johann Friedrich Bause (1738 – 1814) umgesetzt. Das durch eine subtile Lichtführung und die ausdrucksvolle, präzise Charakterisierung des Dargestellten künstlerisch herausragende Porträt zeigt die ganze Meisterschaft Graffs als Bildnismaler. Graff war einer der bedeutendsten und gefragtesten Porträtmaler seiner Zeit, es gab kaum eine wichtige Persönlichkeit in Deutschland- darunter Fürsten, Staatsmänner, Generäle, Gelehrte, Dichter, Künstler oder Kaufmänner, die sich nicht gerne von ihm porträtieren ließ. 1766 wurde er von Kurfürst Friedrich August III. von Sachsen als Hofmaler an die Kunstakademie nach Dresden berufen. Besonders schätzte man Graff auch am preußischen Hof in Berlin, wohin er öfters reiste und 1781-1786 auch sein berühmtes Porträt König Friedrich II. schuf. Öl/Lwd., doubl.; 72 cm x 58 cm. Rahmen.
Prinz Friedrich Heinrich Ludwig von Preußen (1726 Berlin - 1802 Rheinsberg) war ein jüngerer Bruder König Friedrich II. von Preußen, diente im Siebenjährigen Krieg erfolgreich als General. Er war zudem ein so geschickter Diplomat, dass Heinrich die Herrschaft über ein von Zarin Katharina II. geplantes Königreich in der Walachei erhielt und ihm sogar die Statthalterschaft über die amerikanischen Kolonien Englands in Aussicht stellte, bis sich diese jedoch 1776 für unabhängig erklärten. Er verbrachte alljährlich die meiste Zeit im idyllischen Schloss Rheinsberg, das ihm sein Bruder 1744 geschenkt hatte und dessen Park er großräumig erweitern ließ. Er machte Rheinsberg zu einem Musenhof, ließ 1774 ein neues Schlosstheater erbauen, das von zahlreichen Schauspielertruppen bespielt wurde, es fanden Konzerte statt und zahlreiche Besucher bildeten einen kleinen Hofstaat; auch der König kam öfters zu Besuch.
Provenienz: Auktion Hermann Historica. München, 09.05,2007, Lot 6234; deutsche Privatsammlung.
Attributed to Anton Graff (1736 - 1813). Oil on canvas, relined. Inscribed on the reverse.


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