Lot 486: Große repräsentative Sphinx von Meissen
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Die vollplastische Darstellung des Mischwesens mit dem Körper eines "Hundes" bzw. einer Löwin mit weiblichem Antlitz ruht majestätisch auf seinen Läufen, das Haupt leicht zur Seite geneigt. Die ornamental reliefierte Schabracke trägt sie über dem Rücken und verdeckt die Schultern und den Rumpf. Der Kopf ist geziert von einer Haube und bekrönt von einem Diadem sowie einem Stirnreif. Polychrome Malerei mit Goldstaffage. Entw. Johann Gottlieb Kirchner, 1732. Modell-Nr. B 107. Goldkontur teilw. erg.; Schwertermarke. H. 42 cm. L. 59 cm.
Vermutlich für die Präsentation im Japanischen Palais ursprünglich als Paar konzipierte Figur, die das umfassende Interesse Augusts des Starken an außereuropäischer Kunst verdeutlicht. Kirchner schuf zuvor bereits zwei kleinere Sphingen, die für das große Modell wohl als Vorbild dienten. So erwähnt der Modelleur "Zwey Spinxe Verändert=groß" in einem Arbeitsbericht.
Vgl. Pietsch, Meißner Porzellanplastik, Nr. 107.; Alte Ausformung: Vgl. SKD Dresden, Porzellansammlung, Inv. Nr. PE 5753.
A large, representative porcelain sphinx modelled by J. G. Kirchner. Gold partly added. Crossed swords mark.
Meissen. 2. Hälfte 19. Jh.



