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190. Internationale Kunstauktion - Teil III

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Lot 2409

Lot 2409

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Lot 2409: Große prachtvolle Meissen Rokoko-Pendule

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{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €16,000 {{user_lang.PASSED}}



Hoher rocailleförmig durchbrochen gearbeiteter, vergoldeter Bronzesockel mit fünfstufiger Treppe und angrenzendem Ziergeländer. In der Mitte eingelassene goldstaffierte, rocailleförmig gerahmte Bodenplatte. Auf felsiger Anhöhe komponierte Gruppe. Sitzende bekrönte junge Dame in, mit sog. Indianischen Blüten dekoriertem, weißem Kleid, umgeben von zwei spielenden Amoretten. Beidseitig geringfügig vertieft stehende, musizierende Malabaren. Malabarin in pelzgefüttertem, rosafarbenem Mantel über blumig gemustertem Gewand und langer gelber Hose. In ihrem rechten Arm eine Drehleier haltend. Als Gegenstück bärtiger Malabar, ein Saiteninstrument spielend (im 19. Jh. erg.). Rückseitig aufsteigende Blütenzweige aus grün gefasstem Eisen mit farbig staffiertem, sog. Vincennes-Blüten. Hoher, verästelter Bronzestamm als Träger für kartuschenartig gerahmtes, rundes Uhrengehäuse. Verglastes Emailzifferblatt mit schwarzen römischen und arabischen Zahlen, bez. "á Paris". Halb- und Stundenschlag auf Glocke. Fadenaufhängung und Sonnenpendel. Polychrome Malerei mit Goldstaffage. Entw. Friedrich Elias Meyer. Minim. rest./rep.; H. 60 cm. 50 cm x 23 cm.
Die Porzellanmanufaktur Meissen gab der Manufaktur Vincennes-Sèvres in Paris den Auftrag, derartige Blütenzweige zu fertigen. Ein vergleichbares Blumenarrangement mit figürlichen Darstellungen auf einem ähnlich gestalteten Bronzesockel aus Paris befindet sich in der Porzellansammlung im Dresdner Zwinger und im Bayerischen Nationalmuseum. Luxuriöse Arrangements aus wertvollen Porzellanfiguren in Verbindung mit feuervergoldeten Bronzemontierungen waren eine Spezialität der "Marchands mercies"; Diese in Paris ansässigen Händler für Luxusgüter hatten die Privilegien, die importierten Waren zu "kombinieren und durch die Transformation zu materialübergreifenden Emsembles noch aufzuwerten". Diese Stücke fanden Aufnahme in höfischen Sammlungen und gelangten auch als Kabinettstücke in den Besitz reicher Finanziers, um bei Festveranstaltungen die Räume zu schmücken.
Vgl. Kat. Museum Bad Pyrmont, Meissener Porzellan, Abb. S. 196; Rückert, Abb. 1061. Röbbig, Kabinettstücke, S.59 ff.
Provenienz: aus der Auflösung einer bedeutenden norddeutschen Privatsammlung, erworben auf Schloss Ahlden, Auktion Nr. 95, Lot 1120.
A splendid Parisian gilt-bronze mounted Rococo pendule arranged with Meissen porcelain figures and Vincennes flowers. Minor restored/repaired. The 19th. C. malabar figure later added.
Meissen/Paris. Um 1745.


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