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188. Internationale Kunstauktion - Teil I

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Lot 950

Lot 950

Lot 950

Lot 950: Prächtige Meissen Deckelterrine

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{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €14,500 {{user_lang.LOT_SOLD}}



mit Schwanenservice-Dekor
Ovaler, vierpassig geschweifter, gedrückt bauchiger Korpus auf vier Füßen in Gestalt von Delphinköpfen. Seitliche Handhaben mit vollplastisch gearbeiteten Nereiden. Aufgewölbter Deckel mit liegender Figur einer Quellnymphe, sich an eine Vase mit sprudelndem Wasser lehnend. Allseitig wellen- und muschelartiger Reliefdekor mit goldkonturiertem Blattwerk, die Randzone mit farbigen Indianischen Blütenzweigen und gestreuten Blumen. Beidseitig der Wandung, in Muschelkartuschen gerahmtes Allianzwappen von Graf Heinrich von Brühl und seiner Gemahlin Franziska von Kolowrat-Krakowsky. Polychrome Malerei mit reicher Goldstaffage. Entw. wohl Johann Gottlieb Ehder, 1742. Schwertermarke. H. 33 cm. 36 cm x 22 cm.
Nach König August dem Starken war Heinrich Graf von Brühl, ab 1747 Premierminister am kurfürstlichen Hof, der bedeutendste Auftraggeber der Meißener Manufaktur. Unter August III. war der Graf die entscheidende Persönlichkeit in der Politik Sachsens. Das sog. Schwanenservice, welches seine heutige Bezeichnung erst im 19. Jh. erhielt, gilt als das größte, umfangreichste Service in der Porzellangeschichte des 18. Jhs.; Es wurde von Johann Joachim Kaendler entworfen und unter Mitwirkung seiner Mitarbeiter Johann Friedrich Eberlein und Johann Gottlieb Ehder zwischen 1737 und 1741 modelliert. Charakteristisch ist der muschelförmige Reliefdekor in Verbindung mit Schwänen und Reihern sowie die Gestaltung mit vollplastischen Figuren aus der mythologischen Meereswelt. Komplettiert wird die plastische Dekoration durch einen feinen Indianischen Blütendekor.
Vgl. Pietsch, Kat. Schwanenservice - Meissener Porzellan für Heinrich Graf von Brühl, S. 153, Nr. 20.
A splendid lidded porcelain tureen with "Swan service" decor and the alliance coat of arms of the Count of Brühl and his wife. Lid with figure of a nymph. Crossed swords mark.
Meissen. Nach 2000.


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