Lot 1045: Große Meissen-Figur "Allgorie der Musik"
View description{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €12,500 {{user_lang.LOT_SOLD}}
Auf rechteckiger, profilierter Plinthe stehende junge Frau in antikisierendem, langem, weißem Chiton mit rosafarbenem Himation. Mit leicht aufgerichtetem Kopf den Blick nach oben gewandt. Das blonde, hochgesteckte, teils geflochtene Haar ist kunstvoll frisiert. In der linken Hand eine Lyra haltend. Polychrome Malerei mit Goldkonturierung. Entw. Johann Christian Hirt, um 1880 - 1882. Modell-Nr. M 156. Unw. rest.; Schwertermarke. H. 51 cm.
Johann Christian Hirt (1836 - 1897), der ab 1855 an der Akademie in München Klassische Plastik bei Max von Widnmann studierte und später dort ein Atelier betrieb, wurde bekannt durch Aufträge von Statuen an öffentlichen Denkmälern und Gebäuden. Unter anderem arbeitete er auch im Auftrag König Ludwig II., für den er einige Marmorskulpturen zur Ausstattung der Schlösser Linderhof und Herrenchiemsee fertigte. Er schuf allegorische Figuren sowie zahlreiche Modelle, in denen er die deutsche Sagenwelt und Dichtung sowie die griechische Mythologie thematisierte. Die Meissener Manufaktur erwarb 1881 verschiedene Figurmodelle sowie einige Modelle, 1888 einen Tafelaufsatz und Leuchter für die Kunstgewerbeausstellung in München.
Vgl. Jedding, Meißener Porzellan, S. 150, Thieme-Becker, XVII, S. 144.
A large very rare porcelain figure group modelled by J. Chr. Hirt. Insignificantly restored. Crossed swords mark.
Meissen. Um 1900.
