Lot 65: Seltener Brandenburger Deckelpokal mit Herbst-Allegorie
View description{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €1,200 {{user_lang.LOT_SOLD}}
Farbloses Glas, geschnitten und graviert. Leicht glockenförmig hochgezogener, durch Zungen- und Wabenfacettenschliff verzierter Fuß; facettierter Balusterschaft mit großer, eingestochener Luftblase; abgesetzte, glockenförmige Kuppa, am Ansatz ein hochgeschliffener Zungenfries, alternierend mit Oliven dekoriert. Auf der Kuppawandung umlaufender, flächendeckender Dekor aus baumbestandener Landschaft mit szenischer Darstellung von vier Amoretten, die einen Früchtekorb anrichten, Querflöte spielen und im Himmel schwebend Blumen halten. Am Lippenrand umlaufender Perlfries. Der glockenförmige Deckel mit umlaufendem Festondekor und Schliff sowie wabenfacettiertem Knauf, möglicherweise erg.; Ges.-H. 31,2 cm.
Zu den vergleichbaren Gläsern zählt u. a. ein Pokal im Stadtmuseum in Berlin (Inv.-Nr. II 74/183 A) von Elias Rossbach, der ab 1722 in Berlin tätig war, später in Potsdam und Zechlin, wo er 1765 starb.
Provenienz: Aus dem Nachlass Dr. Zahn, Norddeutschland. Vorwiegend auf internationalen Auktionen, Messen und Glasbörsen in den 1980er bis 2000er Jahren zusammengetragen.
A rare Brandenburg Potsdam or Zechlin cut and engraved goblet and cover with allegory of autumn attributed to Elias Rossbach. Cover probably replaced.
Brandenburg. Zechlin. Wohl Elias Rossbach. Um 1740.



