Lot 945: Prächtige Amphorenvase mit Weichmalerei
View description{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €16,000 {{user_lang.LOT_SOLD}}
Prächtige Amphorenvase mit Weichmalerei sog. Urbino-Vase. Teilw. Biskuitporzellan, farbig gefasst. Über achteckigem Sockel und gestuftem Rundfuß ovoider Korpus mit konkav eingezogenem Hals und weit ausschwingendem Rand. Von der gerundeten Schulter beidseitig aus aufgelegtem, plastischem Blattwerk aufsteigende, geschweifte und am Rand spiralförmig gewundene Schlangenhenkel in zartgrüner Staffierung. Kobaltblauer Fond. Beidseitig der Wandung, in floral gerahmtem Reliefgold-Medaillon, gefasste Blumenarrangements mit Anemonen und Rosen in feiner, polychromer, sog. Weichmalerei mit Weißhöhungen. Umlaufend reicher, teilw. reliefierter bzw. radierter Golddekor aus stilisierten Ornamentbordüren, Entw. Julius Wilhelm Mantel. Zepter- und Malereimarke. H. 48 cm.
Unter der sog. "Weichmalerei" wird eine spezielle Form der Blumenmalerei verstanden, die maßgeblich mit der Berliner KPM verbunden ist. Kennzeichnend ist eine besonders weiche, in zarten Pastelltönen gehaltene und konturenunscharfe Malweise von Blüten, bisweilen in Kombination mit u. a. Putten oder Mädchenportraits, vor farblich diffusen Hintergründen, wodurch ein harmonisches und individuelles Farbspiel entsteht.
Vgl. Dietz, Slg. Sabet, S. 55f., 109, 166 ff.; Keramos, Heft 222, 2013, S. 41.
A splendid porcelain vase with flower decor in so-called 'Weichmalerei'. Sceptre and painter's mark.
KPM-Berlin. Ende 19. Jh.
