Lot 937: Prächtige Amphorenvase mit feiner Limoges-Emailmalerei
View description{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €16,500 {{user_lang.LOT_SOLD}}
Prächtige Amphorenvase mit feiner Limoges-Emailmalerei Über glockenförmig aufsteigendem, profiliertem Rundfuß ovoider Korpus mit gerundeter Schulter, eingezogenem Hals und breit ausschwingendem Rand. Seitlich ansetzende Akanthusblatthenkel mit Perlschnur und Palmettenansatz. Kobaltblauer Fond. Auf der Schauseite vielfigurige, griechisch-mythologische Darstellung wohl aus dem Trojanischen Krieg bzw. Homers "Ilias", Abschiedsszene mit Hektor und Andromache. Rückseitig ein von eingerollten Blattranken umzogener Groteskenkopf. Leicht erhabene Aufglasurmalerei in weißem Email, sog. Limoges-Emailmalerei. Reiche Goldstaffage. An Fuß und Hals umlaufende, stilisierte Rankenbordüre. Form-Entw. wohl Ernst August Leuteritz. Modell-Nr. H 148. Schwertermarke. H. 36 cm.
Die in mehreren dünnen Schichten weiß aufgetragene Malerei orientiert sich an der berühmten Emailkunst aus Limoges aus dem 16. Jh.; Im 19. Jh. begannen einige europäische Porzellanmanufakturen, diese Technik auf Porzellan nachzubilden.
Vgl. Berling, Festschrift, Abb. 228, Jedding, S. 176, Siemen, Nr. 42, S. 368, 377.
A splendid amphora-shaped cobalt-blue ground porcelain vase with mythological scene probably from the Trojan war and grotesque head in white Limoges style enamel painting. Crossed swords mark.
Meissen. Ende 19. Jh.
