Lot 1859: Walter Schnackenberg
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Walter Schnackenberg (1880 Bad Lauterberg - 1961 Rosenheim)
Begierde
Surrealistische Straßenszene mit jungem Mann, der von Dämonen zurückgehalten wird, sich der Begierde zu einer Prostituierten hinzugeben, am linken Bildrand ein monströses Mischwesen. In den 1950er Jahren entstandenes Blatt des vielseitigen Künstlers, der 1899 nach München ging, wo er bis 1905 bei Ludwig Schmid-Reutte, Heinrich Knirr und Franz von Stuck studierte. 1905 debütierte er in der Münchener Secession, 1911 wurde er Präsident der "Luitpoldgruppe". Außer in Illustrationen für den "Simplicissimus" kam sein Talent in oft leicht frivolen Plakaten zum Ausdruck. Nach 1945 schilderte er in aquarellierten Zeichnungen surreale, albtraumhafte Bildwelten, thematisierte darin die unerfüllten Lüste und Süchte der Kleinbürger in der Adenauer-Ära. Feder u. Aquarell/Papier. M. u. sign.; 38,5 cm x 29 cm. (Passepartoutausschnitt). Rahmen.
Ink and watercolour on paper. Signed.
