Lot 687: Große Figur der "Maria de Victoria". Originaltitel
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Große Figur der "Maria de Victoria". Originaltitel Auf kugelförmigem, als Erdkugel gestaltetem Sockel, zwischen plastisch gearbeitetem Drachen und Mondsichel stehende Gottesmutter in langem, faltenreich fallendem, von breiter Goldspitzenbordüre gesäumtem Gewand und stark reliefplastisch wehendem Manteltuch. Auf ihren Armen das Christuskind mit goldenem Kreuz. Polychrome Malerei mit Goldstaffage. Entw. Johann Joachim Kaendler, um 1737 - 1738. Unw. rest.; Schwertermarke. H. 44,5 cm.
Das Sujet der "Maria vom Siege" entstand in der Barockzeit aus dem gängigen Dogma der "Unbefleckten Empfängnis" ("Immaculata Concepito"). Ikonographisch wird die Gottesmutter zur Verteidigerin des christlichen Glaubens und deren Anhänger versinnbildlicht. Die Erdkugel und die Mondsichel sind hierbei als Symbole des Irdischen und Himmlischen zu verstehen. Dieses Figurenmodell wurde höchstwahrscheinlich von Maria Josepha von Österreich (1699 - 1757), der Gemahlin von August III., in Auftrag gegeben. Sie bestellte schon 1737 vier Marienfiguren bei Kaendler.
Pietsch, Kat. Meißner Porzellanplastik, Kirchner und Kaendler, Nr. 133.
A large porcelain figure of "Maria de Victoria" modelled by J.F. Kaendler. Insignificantly restored. Crossed swords mark.
Meissen. Um 1924 - 1934.
